Vision 2025 - Niedersachsen ist Fahrradland

Das Fahrrad ist das ideale Verkehrsmittel in den Städten und Gemeinden: Rad fahrend gelangt frau/man direkt und am schnellsten ans Ziel!
 
Auf Velo-Routen können die Radfahrerinnen und Radfahrer von ihrem Wohnviertel zügig in die Innenstadt, zum Bahnhof oder zum Arbeitsplatz fahren. Das Radroutennetz ist gut ausgeschildert; hier finden sich auch Auswärtige zurecht. Abstellanlagen zum sicheren Anschließen der Räder gibt es an allen erforderlichen Stellen: an Haltestellen des ÖPNV, vor Geschäften, etc. In den großen Städten gibt es sogar Fahrradstationen: hier können die Pendler nachts bzw. tags ihr Fahrrad nicht nur bewacht abstellen, sondern auch reparieren lassen.
 
In den Wohngebäuden befinden sich ebenerdige oder über Rampen leicht erreichbare, ausreichend große Abstellräume für Fahrräder. Fahrradkuriere transportieren nicht nur Briefe und Päckchen, sondern mit Lastenfahrrädern auch größeres Gepäck.
 
In der Kombination Fahrrad & Bahn/Bus können sich RadlerInnen ganz Niedersachsen erschließen, denn jeder Bus und jeder Zug nimmt Fahrräder mit. Auf dem landesweiten Radverkehrsnetz leitet die begleitende Radwegweisung Radlerinnen und Radler auch in den entlegendsten Ort. In fahrradfreundlichen Gastbetrieben sind RadlerInnen zum Übernachten gern gesehen. Der Radwanderführer "Bett & Bike Niedersachsen" weist ca. alle 20 km Hotels, Privatvermieter u.a. aus, die Fahrradschuppen, Werkzeug und Trockenmöglichkeiten für nasse Kleidung bereit halten.
 
Auf einer der ganz Niedersachsen durchziehenden touristischen Routen sind nicht nur Schwaben, Schotten und Sachsen per Rad unterwegs: alle Radwanderer sind von den Bedingungen, in Niedersachsen Rad zu fahren, begeistert. Von den unterschiedlichen Landschaften mit ihren Menschen sind sie angetan!
 
So könnten in Niedersachsen in 10 Jahren die Bedingungen für Radlerinnen und Radler aussehen! Die Landesregierung und die Landtagsfraktionen müssten nur die Vorschläge des ADFC-Niedersachsen umsetzen für ein Programm "Fahrradfreundliches Niedersachsen":
 
a) Radverkehr wird nicht mehr punktuell betrachtet, sondern als Verkehrssystem - in Kombination mit der Bahn - verstanden.
 
b) Ziel soll sein, den Radverkehrsanteil landesweit erheblich zu erhöhen und vor allem in Städten 15 - 30 % zu erreichen, den Fahrradtourismus zu stärken und gleichzeitig die Verkehrssicherheit zu erhöhen (minus 50 % Unfälle).
 
c) Schaffung eines flächendeckenden Radverkehrsnetzes in Niedersachsen, mit der dazugehörenden Wegweisung. Das Land plant ein dichtes Radverkehrsnetz, das mit den Kommunen in Niedersachsen abgestimmt ist. Auf dieser Planungsgrundlage können Investitionen sowohl für den Tourismus als auch für den Alltagsverkehr durchgeführt werden, so dass ein Netz entsteht und nicht aneinander vorbei gebaut wird.
 
d)Schaffung einer einheitlichen, zielorientierten Radwegweisung, die sich selbst erklärt.
 
e) Abstimmung und Umsetzung der 15 touristischen Routen des "Niedersachsen-Netzes" in den nächsten drei Jahren auf der Grundlage des o.a. Netzes mit entsprechender Wegweisung. Einrichten einer "Koordinierungsstelle Niedersachsennetz". Werbung durch u.a. Radwanderführer Niedersachsennetz. Vermarktung der Routen des Netzes.
 
f) Errichtung möglichst vieler Fahrradstationen an Bahnhöfen.
 
g) Bündelung finanzieller Fördermittel zugunsten des Radverkehrs.
 
h) Förderung fahrradfreundlicher Kommunen.
 
i) Werbung für die Radnutzung durch begleitende Öffentlichkeitsarbeit.

© 2017 ADFC Niedersachsen