Neue Beleuchtungsvorschriften und neue Bußgelder 2017

Schon seit 2013 dürfen Batterie- oder Akkubeleuchtungen an Fahrrädern vorhanden sein. Abnehmbare Scheinwerfer und Rückleuchten müssen tagsüber nicht mitgeführt werden und sind erst während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es erfordern zu benutzen (§17 Abs. 1 StVO). Rückstrahler müssen weiterhin tagsüber am Fahrrad angebracht sein (§67 Abs. 1 StVZO).

Geändert haben sich die Regelungen hinsichtlich der Reflektoren. Hinten ist nun nur noch ein roter Großflächen-Rückstrahler mit der Kennzeichnung „Z“ vorgeschrieben, welcher mit einem Rücklicht kombiniert sein darf. Der zweite kleinere rote Rückstrahler entfällt nach der neuen Regelung. Weiße Sticks an den Speichen von Vorder-und Hinterrad sind nun nicht mehr nur als Ausnahmefall  zugelassen. Scheinwerfer und Rücklichter dürfen nun gem. § 67 Abs. 3 und 4 StVO nicht mehr blinken. Allerdings sind blinkende Fahrtrichtungsanzeiger bei mehrspurigen Fahrrädern oder solchen Fahrrädern mit Aufbau (der das Handzeichen des Fahrers ganz oder teilweise verdeckt) gestattet.

Nach den neuen Regelungen sind ab einer Breite von mehr als 1 Meter zusätzliche Scheinwerfer und Rückstrahler anzubringen. Ab 1,80 m gelten nochmal verschärfte Regeln. Daraus lässt sich ableiten, dass Fahrräder breiter als 1 Meter oder sogar 1,80 Meter breit sein dürfen. Detaillierte Beleuchtungsvorschriften für Fahrradanhänger finden sich in § 67a StVZO. Neu ist auch die vorgeschriebene Anbringung eines roten Rücklichtes links hinten bei einer Breite ab 60 cm oder wenn das Rücklicht des Zugfahrrads verdeckt ist. Hinzu kommen dabei noch weiße und rote Reflektoren sowie eine weiße Leuchte vorn (bei mehr als 1 Meter Breite). Für diese neue Ausstattung ist zugunsten der Hersteller eine Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2018 vorgesehen.

Seit Oktober 2017 dürfen Radfahrer kein elektronisches Gerät der Kommunikation, Information oder Organisation während der Fahrt benutzen, sofern sie es dazu aufnehmen oder halten müssen. Das Ablesen von einem am Lenker angebrachten Tacho, Navi oder Smartphone ist „auf einen Blick“ erlaubt. Nicht aber die Eingabe des Fahrtziels während der Fahrt. Für Funkgeräte gilt eine Übergangsfrist bis zum 1. Juli 2020, bis dahin dürfen diese noch genutzt werden.

Näheres zu den neuen Bußgeldern finden Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.

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